20. Februar 2026

Makler oder selbst vermieten? Die Besichtigungsfrage

Makler beauftragen oder selbst vermieten? Ehrlicher Vergleich mit Fokus auf Besichtigungen: Kosten, Zeitaufwand und wann sich was lohnt.

Makler oder selbst vermieten? Die Besichtigungsfrage

Deine Wohnung wird frei – und die Entscheidung steht an: Makler beauftragen oder selbst vermieten? Seit dem Bestellerprinzip trägt der Vermieter die Provision. Bei üblichen 1,5 bis 2 Nettokaltmieten zuzüglich Mehrwertsteuer entstehen schnell Kosten von rund 2.000 Euro oder mehr.
Gleichzeitig bedeutet Selbstvermietung Zeitaufwand. Die entscheidende Frage lautet daher nicht nur „Was kostet es?“, sondern: Wo entsteht der größte Aufwand – und lässt er sich reduzieren? Besonders ein Bereich verdient dabei besondere Aufmerksamkeit: die Besichtigungen.

Die Kosten im direkten Vergleich

Ein Makler kostet – je nach Region – zwischen 1,79 und 2,38 Nettokaltmieten inklusive Mehrwertsteuer. Bei 850 Euro Kaltmiete ergibt das rund 2.000 Euro.
Wer selbst vermietet, spart diese Summe, investiert jedoch eigene Zeit. Typischer Gesamtaufwand:
  • Exposé und Inserat erstellen: 3–5 Stunden
  • Anfragen beantworten: 3–10 Stunden
  • Termine koordinieren: 5–15 Stunden
  • Besichtigungen durchführen: 3–8 Stunden
  • Auswahl und Vertrag: 4–7 Stunden
Je nach Nachfrage entstehen 15 bis 35 Stunden Arbeit. Rechnet man 20 Stunden bei 2.000 Euro Ersparnis, entspricht das rechnerisch 100 Euro pro Stunde.
Der Knackpunkt: Der Aufwand steigt nicht linear, sondern mit der Anzahl der Anfragen – insbesondere bei der Terminabstimmung.

Was ein Makler bei Besichtigungen übernimmt

Ein Makler nimmt dir den gesamten Besichtigungsprozess ab:
  • Sammlung und Beantwortung aller Anfragen
  • Terminabstimmung und Erinnerungen
  • Durchführung vor Ort
  • Vorauswahl geeigneter Bewerber
  • Bonitätsprüfung
Besonders die Terminkoordination ist zeitintensiv. Bei 40 oder 50 Interessenten kann allein die Abstimmung mehrere Stunden beanspruchen.
Der Vorteil eines Maklers liegt daher weniger im Zeigen der Wohnung als in der administrativen Entlastung.

Der reale Aufwand beim Selbstvermieten

Die Erstellung eines Exposés ist überschaubar. Auch die Besichtigung selbst ist meist gut planbar – insbesondere bei gebündelten Terminen.
Der größte Zeitfresser ist häufig das E-Mail-Ping-Pong:
„Geht Samstag?“ – „Samstag nicht, vielleicht Dienstag?“ – „Dienstag erst ab 19 Uhr“ – „Dann 19 Uhr“ – „Doch lieber 18:30?“
Multipliziert mit 30 oder mehr Interessenten entsteht schnell ein erheblicher Koordinationsaufwand. Genau hier kippt der Selbstvermietungsprozess.

Wann ein Makler sinnvoll ist

  • Große Distanz: Das Objekt liegt weit entfernt.
  • Sehr geringe Zeitressourcen: Keine Flexibilität für Termine.
  • Erstvermietung: Unsicherheit bei rechtlichen Fragen.
  • Schwieriges Objekt: Besondere Zielgruppe oder Lage.
In diesen Fällen überwiegt die organisatorische Entlastung.

Wann Selbstvermietung überzeugt

  • Die Wohnung ist in deiner Nähe.
  • Du kannst 15–25 Stunden investieren.
  • Du bist bereit, dich kurz einzuarbeiten.
  • Die Nachfrage ist hoch.
Besonders bei hoher Nachfrage lohnt sich Selbstvermietung, da die Auswahl aus mehreren geeigneten Bewerbern erfolgt. Das eigentliche Problem ist dann nicht die Nachfrage, sondern deren effiziente Organisation.

Der Mittelweg: Besichtigungen strukturiert organisieren

Zwischen „alles selbst machen“ und „alles abgeben“ gibt es eine dritte Option: den größten Engpass gezielt entschärfen.
In vielen Fällen ist das die Terminkoordination. Digitale Buchungssysteme automatisieren genau diesen Teil:
  • Feste Zeitfenster definieren
  • Buchungslink teilen
  • Interessenten wählen selbstständig Slots
  • Automatische Bestätigungen und Erinnerungen
Damit lassen sich mehrere Stunden Verwaltungsaufwand einsparen, während du weiterhin selbst die Besichtigungen durchführst und die Mieterauswahl kontrollierst.
Spezialisierte Lösungen wie besichtigungstermine.com sind genau für diesen Anwendungsfall konzipiert.

Fazit: Die Entscheidung ist situativ

„Makler oder selbst vermieten?“ ist keine Grundsatzfrage, sondern eine Abwägung zwischen Geld, Zeit und Kontrolle.
Wer Zeit investieren kann und strukturiert vorgeht, erzielt durch Selbstvermietung oft eine attraktive Rendite auf die eingesparte Provision.
Der entscheidende Hebel liegt in der Organisation der Besichtigungen. Wird dieser Prozess effizient gestaltet, sinkt der Gesamtaufwand deutlich – und die Selbstvermietung wird wirtschaftlich wie organisatorisch attraktiv.

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